Warum wir mit MIG Fonds in NcodiN investiert haben
Ein Gespräch mit Christina Vogt-Sasse, Investmentmanagerin bei MIG Capital AG über die Herausforderungen moderner Industrie-Daten und warum NcodiN für sie ein echter Gamechanger ist.
Was hat Sie bei NcodiN auf Anhieb überzeugt?
Christina Vogt-Sasse: Was uns bei NcodiN sofort überzeugt hat, war die Kombination aus einem klar identifizierten, industrieübergreifenden Problem und einer technologisch wie wirtschaftlich überzeugenden Lösung. Die Halbleiterindustrie steht vor der Herausforderung, dass Leistungssteigerungen künftig nicht mehr durch kleinere Transistoren, sondern durch Chiplet-Architekturen erreicht werden. Dabei rückt die Datenübertragung zwischen den einzelnen Chiplets in den Fokus – und wird zunehmend zum limitierenden Faktor.
Kupferbasierte elektrische Verbindungen stoßen hier an physikalische Grenzen: Sie sind energieintensiv, nur begrenzt skalierbar und zunehmend unzuverlässig bei steigenden Bandbreiten. NcodiN setzt genau an diesem Engpass an und ersetzt Kupfer durch optische Datenübertragung direkt auf dem Chip.
Besonders überzeugt hat uns, dass NcodiN dafür den weltweit kleinsten Laser direkt auf Silizium entwickelt hat.
Diese Technologie ist CMOS-kompatibel, extrem energieeffizient und industriell skalierbar. Damit ist die Lösung nicht nur wissenschaftlich exzellent, sondern auch realistisch für den Einsatz in zukünftigen Hochleistungsprozessoren.
Wo sehen Sie das größte Potenzial des Unternehmens?
Christina Vogt-Sasse: Das größte Potenzial von NcodiN sehen wir in der Rolle als Enabler für die Chip-Architekturen der nächsten Generation. Der Bedarf an energieeffizienter, zuverlässiger und skalierbarer Datenübertragung wächst rasant – getrieben durch KI-Anwendungen, High- Performance-Computing und datenintensive Cloud-Infrastrukturen.
NcodiNs Technologie adressiert genau diesen strukturellen Engpass. Durch den Einsatz von Licht anstelle von Kupfer ermöglicht das Unternehmen eine deutlich energieeffizientere und robustere Datenübertragung zwischen Chiplets, ohne bestehende Architekturen grundlegend verändern zu müssen. Die Lösung ist plug-and-play-fähig und kompatibel mit aktuellen Industriestandards.
Wir sehen bei NcodiN das Potenzial, industrielle Anwendungen nachhaltig zu verändern – durch einen neuen Umgang mit Daten und Rechenleistung.
Damit ist NcodiN nicht auf eine einzelne Anwendung beschränkt, sondern adressiert einen fundamentalen Bedarf der gesamten Halbleiterindustrie – von KI-Beschleunigern über Supercomputer bis hin zu zukünftigen Rechenzentrumsarchitekturen. Genau diese Breite macht das Unternehmen für uns besonders attraktiv.
Warum passt NcodiN besonders gut zum MIG Fonds 18?
Christina Vogt-Sasse: NcodiN ist ein sehr gutes Beispiel für die Art von Unternehmen, in die wir mit dem MIG Fonds 18 investieren. Wir suchen nach Deep-Tech-Startups, die technologische Durchbrüche mit klarer industrieller Relevanz verbinden und an globalen Zukunftsmärkten ansetzen.
Bei NcodiN treffen mehrere Faktoren zusammen: ein starkes wissenschaftliches Fundament mit über 15 Jahren Forschung, ein klar differenzierter technologischer Ansatz – insbesondere durch den kleinsten Laser auf Silizium – und ein Markt, der strukturell nach genau solchen Lösungen verlangt.
Gleichzeitig verfolgt NcodiN einen fabless, skalierbaren Geschäftsansatz, der eine industrielle Umsetzung realistisch macht.
Für uns verkörpert NcodiN damit genau das Profil eines MIG-18-Investments: eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft, ein klarer Beitrag zu energieeffizienter Digitalisierung und das Potenzial, einen echten industriellen Standard mitzuprägen.
Mehr zu NcodiN finden Sie hier > https://www.mig-fonds.de/mig-fonds-18-ncodin/



